| 16. Evangelische Autobahnkirche Medenbach |
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| Autobahnkirche "Medenbach" an der BAB Köln-Frankfurt, Tank- und Rastanlage Medenbach
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| Die Autobahnkirche kann nur in Fahrtrichtung nach Frankfurt erreicht werden. Sie wird 1000 m und 600 m vor der Tank- und Rastanlage durch das einheitliche Symbol der Autobahnkirchen auf dem Hinweisschild zur Tank- und Rastanlage und durch ein separat aufgestelltes Schild "Autobahnkirche Medenbach 5,5 km" angekündigt. Zudem wird auf der Rastanlage auf die Autobahnkirche aufmerksam gemacht. |
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| Die Autobahnkirche liegt an der A 3 Köln-Frankfurt zwischen der Ausfahrt Wiesbaden-Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz, an der Tank- und Rastanlage Medenbach-West. |
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| Ausreichend Parkmöglichkeiten für Pkw, Busse und Lkw sind an der Tankstelle und am Rasthaus gegeben. |
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| Fußgänger und Fahrradfahrer können die Autobahnkirche von Medenbach aus über einen Zuliefererweg erreichen, der für den öffentlichen Autoverkehr gesperrt ist. |
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| Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte können über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kirche gelangen. |
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| Die Autobahnkirche befindet sich in unmittelbarer Umgebung einer Tankstelle und eines Rasthauses. Beide Gebäude werden durch umgebende Bäume von der Autobahn getrennt. Von der Autobahnkirche sind es zudem nur etwa 15 km bis nach Wiesbaden und etwa 35 km nach Frankfurt/Main. |
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| Lange vor dem Bau der Autobahnkirche entstand die Idee, einen Ort der Ruhe an der vielbefahrenen Autobahn zu errichten. Diese Idee scheiterte jedoch an den finanziellen Möglichkeiten der Hessen-Nassauischen Landeskirche bzw. des Bistum Limburgs. Durch die private Stiftung eines Geschäftsmannes, der auf Reisen regelmäßig die Autobahnkirche in Adelsried aufsuchte, konnte die Autobahnkirche an der A 3 in Medenbach gebaut und am 30. März 2001 mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden. Sie will vorrangig Ort der Einkehr und des Gebets für Menschen sein, die unterwegs sind und ist gleichzeitig die erste Autobahnkirche in Hessen und im Besitz der Kirchengemeinde Medenbach. Aus dem Architekturwettbewerb "Autobahnkirche Medenbach", der durch die großzügige Spende eröffnet werden konnte und an dem sich insgesamt achtzig Architekturbüros beteiligten, ging im Jahr 1998 Professor Hans Waechter, Diplom- Ingenieur und Architekt, als Sieger hervor. Ziel war von Beginn an, Autofahrern einen "besonderen Rastplatz" in Form eines schützenden und geschützten Raumes zu bieten. In der Ausschreibung des Wettbewerbs hieß es: "Die Kirche soll durch ihre Fernwirkung erkennbar sein. Wegführung und Eingangsgestaltung sollen einladend wirken. Die Innenraumqualitäten der Kirche unterstützen Meditation, Einkehr und Gebet. Besondere Bedeutung wird der künstlerischen Ausgestaltung beigemessen. Das christliche Gedankengut sollte in den Entwürfen in ihrem inhaltlichen und gestalterischen Ansatz zum Ausdruck gebracht werden." |
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| Der signifikante Baukörper und das schräggeneigte Glasdach sollen Interesse und Neugierde wecken. Der Zugang ist von Norden und Süden möglich. Das vor dem Gebäude errichtete Kreuz kennzeichnet die Kirche. Die Annäherung an die Kirche geschieht in drei Stufen, wodurch ein Übergang von der Hektik der Autobahn in die Stille mit Gott geschaffen werden soll: 1. Stufe: Nach dem Durchschreiten der Arkaden empfängt den Besucher ein längsgerichteter Außenraum mit einem "Baumdach", das aus sieben Bäumen besteht. Die Außenmauern, das Baumdach und das Knirschen des Kiesbodens mindern den Lärm von der Autobahn. Betonbänke zwischen den Bäumen laden zu einer Rast ein. 2. Stufe: Jeweils eine große Öffnung lockt zum Betreten des quadratischen Atriums. Neun Wassersprudler im Boden und der nach außen geschlossene gedeckte Umgang (Kreuzgang) lösen den Besucher weiter aus der Autowelt. Der Lärm der Autobahn wird jetzt von dem Rauschen des Wassers übertönt. Glastüren erlauben den Blick in die Kirche. 3. Stufe: Der Kirchenraum wird über das steil aufragende, im 45°-Winkel geneigte Glasdach beleuchtet. So werden Himmel, Wolken, Sonne, Mond und Sterne in den allseits geschlossenen Kirchenraum mit einbezogen. Es entsteht ein Rückzugsort in die Stille, der aber nicht düster und weltabgewandt wirkt, sondern durch Licht und Schatten, farbige Gläser und das changierte Ziegelmauerwerk belebt ist. Ein Mauerschlitz ermöglicht den Blick zum Atrium mit den Wassersprudlern. |
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| Die Innenraumgestaltung übernahm der Künstler Prof. Nikolaus Gerhart aus München. Als Altar dient ein Granitquader, der in seinem Innern ein Kreuz trägt. An der Altarwand sind Kunststeinplatten so angeordnet, dass der Zwischenraum der vier Plattenflächen eine Kreuzform ergibt. Ein Besucher der Autobahnkirche bemerkte einst, dass ihm gefällt, "dass das Kreuz nur der findet, der es sucht!". Die parallel angebrachten Vorsprünge an der Ziegelwand erinnern an die Jakobsleiter (Gen 28,10-22). Das Kreuz erinnert an Jesu Tod und seine Auferstehung. Im Zentrum der neun mal neun Meter großen Grundfläche der Kirche befindet sich ein Kerzenleuchter. Er erinnert an Jesus Christus, das Licht der Welt und Mitte des Lebens. Das Glasdach ist von dem Glaskünstler Prof. Johannes Schreiter aus Langen gestaltet worden und stellt ein in Blautönen gehaltenes Auferstehungsmotiv dar. Aus dem blauen Kastengrab entschwindet etwas Weißes, schwer Fassbares nach oben. Zwei Beter - angedeutet durch die gen Himmel erhobenen Hände der U-Form links und rechts unten - sind an dem Geschehen beteiligt. Das Glasdach spendet der Kirche viel Licht und lässt dem Betrachter Raum für eine eigene, freie Interpretation. Insgesamt kann der Besucher in diesen Räumen auf besondere Weise "Gott und dem Himmel nahe sein", wie es ein ausliegendes Faltblatt formuliert. |
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| An den Eingängen liegen Bibeln in verschiedenen Sprachen, wie deutsch, niederländisch, englisch, spanisch, französisch u. a. aus. Dort befindet sich in den Nischen ebenfalls der umfangreiche Schriftenstand der Kirche, der regelmäßig mit aktuellen, ansprechenden Texten und Schriften bestückt wird, wie das informative Faltblatt der Kirche in deutscher und niederländischer Sprache oder Postkarten mit unterschiedlichen Motiven der Kirche. Mit Blick auf den Altar und das Kreuz stehen speziell für den Kirchenraum entworfene Holzsitzmöbel. Wer Kerzen entzünden möchte, kann diese in den Nischen rechts und links vom Altar in eigens dafür vorgesehene Glasbehältnisse aufstellen. Ein Anliegenbuch liegt mit Blick auf die Wassersprudler im Atrium aus. Die Kirchengemeinde nimmt die Bitten und Anliegen mit in ihr Gebet hinein. |
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| Die Kirche ist ganzjährig Tag und Nacht geöffnet. Obwohl in unregelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Anlässen gefeiert wird und sowohl Ausstattung als auch Dimension des Raumes Feiern in kleinerem Rahmen (bis zu 100 Personen) zulassen, ist die Autobahnkirche in erster Linie ein Ort der Einkehr und des Gebets. Entsprechende pastorale Angebote werden rechtzeitig durch Aushang in der Autobahnkirche, der örtlichen Presse und der unten angegebenen Internetseite bekannt gegeben. |
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Armin Schmidt
Evangelische Kirchengemeinde Medenbach
- Autobahnkirche -
In der Hofreite 8
65207 Wiesbaden
Tel.: (0 61 22) 1 31 10
Fax: (0 61 22) 1 75 25
E-Mail: info@autobahnkirche-medenbach.de
Internet: www.autobahnkirche-medenbach.de
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