| 7. Evangelische Autobahn- und Gemeindekirche Gelmeroda |
 |
| Autobahnkapelle Gelmeroda (Feininger-Kirche) an der BAB Eisenach-Dresden, Ausfahrt Weimar |
 |
| Die Autobahnkirche ist aus beiden Fahrtrichtungen über die B 85 Richtung Weimar zu erreichen und sowohl aus Richtung Frankfurt/Main, als auch aus Richtung Dresden kommend auf touristischen Hinweisschildern (mit Zeichnung der Kirche) bei ca. 2,5 km Entfernung ausgeschildert. |
|
| Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt an der A 4 Eisenach-Dresden zwischen den Anschlussstellen Nohra und Apolda, an der Abfahrt Weimar (Nr. 49). |
 |
| Vor der Kirche befindet sich ein großer Parkplatz mit einer Wendemöglichkeit für Pkw, Busse und Lkw. |
 |
| Durch ihre Eigenschaft als Gemeindekirche können auch Fußgänger und Radfahrer die Autobahnkirche bequem erreichen. |
 |
| |
|
| Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte können über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kirche gelangen. |
 |
| Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt vor den Toren Weimars, am Rande Gelmerodas. Sie wird durch die Einbettung in die dörfliche Idylle und dem umgebenden Busch- und Mauerwerk vom Straßenlärm gut abgeschirmt. An der B 85 Richtung Gelmeroda/Weimar liegt gegenüber der Einfahrt zur Autobahnkirche auf der rechten Seite eine Tankstelle. |
 |
| Die Autobahnkirche Gelmeroda ist in erster Linie Gemeindekirche und als Feininger- Kirche bekannt. Ursprünge der Kirche reichen bis ins 12. Jahrhundert n. Chr. zurück. Mehrere Umbauarbeiten zwischen 1975 und 1991, auf Initiative des damaligen Gemeindepfarrers Rainer Berlich, verhalfen der äußerst baufälligen Kirche zu ihrer heutigen Gestalt, die aber ohne die Mithilfe der Bürger Gelmerodas nicht möglich gewesen wären. Die Gemeindekirche auch als Autobahnkirche zu öffnen, ging aus einer Anregung der Partnergemeinde in Württemberg hervor, so dass Gelmeroda 1994 die erste Autobahnkirche in den neuen Bundesländern wurde. |
 |
| Die Kirche schaut auf eine Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht. Ihre Fundamente stammen aus romanischer Zeit. 1381 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach grundlegend umgebaut. Aus den verschiedenen Abschnitten sind bis heute entsprechende kunsthistorische Elemente sichtbar, etwa das erhaltene Sakramentshäuschen von 1413 oder das gotische Fenster aus dem Jahr 1500. Das signifikanteste Merkmal ist der besonders schlanke Kirchturm. Er stammt aus dem Jahr 1500. |
 |
| In der Autobahnkirche Gelmeroda begegnen sich Kunst und Kirche in besonderer Weise. Zum einen spiegeln kunsthistorische Werke die jeweiligen Epochen wieder. Die byzantinische Secco-Malerei im Tonnengewölbe der Kirche stammt etwa aus dem Jahr 1381. Diese zeigt lediglich die äußeren Formen einer Vorzeichnung in Ocker und Rot. Zu sehen sind Szenen aus dem Leben einer Heiligen. Die Barock-Kanzel aus dem Jahr 1713 ist bis heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Die Kirche wird durch die expressiven, kubistischen Gemälde des deutsch-amerikanischen Künstlers Lyonel Feininger geprägt. Der Künstler hinterließ neben elf meist großformatigen Ölgemälden unzählige Zeichnungen, Holzschnitte und Aquarelle. Das Lieblingsmotiv Feiningers wurde die Kirche von Gelmeroda. Dabei bevorzugte er den Blick auf die Ost- und Nordfassade der Kirche. Die prismatisch strukturierten Bilder machten die Kirche weltbekannt und sind gleichzeitig ein Vorbild für die Konzeption der eindrucksvollen Lichtskulptur, die der Designer und Architekt Peter Mittmann 1998 entwarf. Diese Lichtskulptur ist eine besondere Form der Anstrahlung der Kirche. Dazu dienen 28 witterungssensible Farbstrahler, die vom Grad der Luftfeuchtigkeit, der Partikeldichte und der Dunkelheit abhängig sind. Sie erzeugen allabendlich ein buntes Zusammenspiel zwischen Natur und Technik, das für den Betrachter am gelungensten bei hoher Luftfeuchtigkeit wie Nebel, Regen oder Schnee ist. |
 |
| In der Kirche liegt ein informatives Faltblatt zur Entstehungs- und Kunstgeschichte der Kirche und aktuelle Ausgaben der Sonntagszeitung zur Mitnahme aus. Die Kirche bietet Besuchern darüber hinaus eine ständige Ausstellung zum Werk Feiningers. Dazu gibt es entsprechende Kataloge aus der Feiningerausstellung. In einem Anliegenbuch können persönliche Bitten, Sorgen, u. a. eingetragen werden. Besucher sind eingeladen, Kerzen anzuzünden. |
|
| Die Kirche ist täglich von 8.00 - 20.00 Uhr geöffnet. In ihrer Eigenschaft als Gemeindekirche werden in dieser Autobahnkirche Gottesdienste der Gemeinde an Sonntagen um 11.00 Uhr gefeiert. |
 |
Ev.-Luth. Pfarramt Buchfart-Legefeld
Pfarrer Joachim Neubert
Brauhausgasse 14
99438 Buchfart
Tel. (0 36 43) 90 90 38
Fax: (0 36 43) 90 90 37
E-Mail:evangpfarramtbuchfart@t-online.de
|